Rezensionen

[Rezension] Ilona Jerger: Und Marx stand still in Darwins Garten

Der Roman "Und Marx stand still in Darwins Garten" von Ilona Jerger ist ein wundervoller Einblick in das Leben zweiter bedeutender Männer. Einfühlsam, aber ungeschönt lässt sie uns an einigen Wochen teilhaben. Mit Hilfe der erfundenen Figur Dr. Beckett diskutiert sie die Berührungspunkte und Widersprüche in den Theorien beider Wissenschaftler, während sie zugleich großen Wert auf menschliche Darstellung legt.

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[Kombo-Rezension] Megan Erickson: Mechanics of Love 1 & 2

Die ersten beiden Bände der Mechanics-of-Love-Reihe von Megan Erickson sind sexy und dramatisch. Während die Geschichte um Jenna und Cal auf mich gleichzeitig zu stark nach Rezept und zu übertrieben gewirkt hat, habe ich mit Brent und Ivy alles gefunden, was ich von einem erotischen Liebesroman erwarte. Ich konnte mitleiden, mitfühlen und extrem heißen Sex miterleben.

Psychologie

Die Reproduktion heteronormativer Machtstrukturen in Gay-Romance

In der jüngeren Vergangenheit ist "Gay-Romance" als Genre auch in Deutschland auf dem publizierten Buchmarkt immer beliebter geworden. Während das auf der einen Seite ein großer Schritt ist, um die Wahrnehmung von Beziehungen jenseits des Mann/Frau-Stereotyps zu erhöhen, gehen doch auch einige deutlich Probleme damit einher. Mir scheint, die Debatte dazu ist im anglo-amerikanischen Raum… Weiterlesen Die Reproduktion heteronormativer Machtstrukturen in Gay-Romance

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[Rezension] Jenny-Mai Nuyen: Heartware

Der Thriller "Heartware" von Jenny-Mai Nuyen ist nicht nur eine atemberaubend spannende Suche eines jungen Mannes nach seiner Jugendliebe, sondern eine philosophisch und psychologisch fundierte Frage danach, was es heißt, Mensch zu sein. Während im Hintergrund abstrakte Mächte, von denen man bis zum Schluss nicht weiß, wer gut und wer böse ist, die philosophische Seite der Frage aushandeln, bleibt der Fokus auf Adam Eli und seiner geliebten Willenya, um in die Tiefe der Psyche hinabzusteigen. Heraus kommt ein Roman, der sehr viel richtig mach und am Ende nur ein wenig zu viele Frage unbeantwortet lässt, um rundum gelungen zu sein.

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[Rezension] Jonas Winner: Murder Park

Der Thriller "Murder Park" von Jonas Winner nimmt das bekannte Konzept einer abgeschiedenen Gruppe von Menschen, die sich einem unbekannten Mörder gegenüber sehen, um vor diesem Hintergrund einen zwanzig Jahre alten Serienmörderfall wie in einem Puzzle zu präsentieren. Während das aktuelle Geschehen stellenweise recht zäh ist, sind die Informationen, die wir über den Triebtäter von damals, die Opfer und die Umstände erfahren, höchst spannend.

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[Rezension] Lisa Strømme: Das Erdbeermädchen

Mit dem Roman "Das Erdbeermädchen" entführt uns Lisa Strømme in ein schillerndes 19. Jahrhundert, das nah an der Realität der damals lebenden Menschen erscheint. Johanne, die Erzählerin, ist ebenso trotzig wie ergeben, während Tullik gleichzeitig romantisch und rebellisch ist. Dem Buch liegt eine intensive Recherche über den Maler Edvard Munch zu Grunde und das spürt man auf jeder Seite. Mit eindringlicher Intensität schildert Strømme eine tragische Liebesgeschichte, die das Herz berührt und die Seele weinen lässt. Es ist keine leichte Kost, doch wer sich auf die Reise einlässt, wird mehr als belohnt

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[Rezension] Brittainy C. Cherry: Wie das Feuer zwischen uns

"Wie das Feuer zwischen uns" von Brittainy C. Cherry wird oft als emotionale Achterbahnfahrt bezeichnet. Ich stimme dieser Einschätzung zu, allerdings nicht ausschließlich positiv. Die Art, wie Tränen seitens der Autorin forciert werden, und die Schicksalsschläge aller auftretenden Personen sich häufen, hat mich beinahe mit einem Schleudertrauma zurückgelassen. Dadurch habe ich immer wieder den Kontakt zum Buch verloren.