Der Thriller "Murder Park" von Jonas Winner nimmt das bekannte Konzept einer abgeschiedenen Gruppe von Menschen, die sich einem unbekannten Mörder gegenüber sehen, um vor diesem Hintergrund einen zwanzig Jahre alten Serienmörderfall wie in einem Puzzle zu präsentieren. Während das aktuelle Geschehen stellenweise recht zäh ist, sind die Informationen, die wir über den Triebtäter von damals, die Opfer und die Umstände erfahren, höchst spannend.
[Rezension] Lisa Strømme: Das Erdbeermädchen
Mit dem Roman "Das Erdbeermädchen" entführt uns Lisa Strømme in ein schillerndes 19. Jahrhundert, das nah an der Realität der damals lebenden Menschen erscheint. Johanne, die Erzählerin, ist ebenso trotzig wie ergeben, während Tullik gleichzeitig romantisch und rebellisch ist. Dem Buch liegt eine intensive Recherche über den Maler Edvard Munch zu Grunde und das spürt man auf jeder Seite. Mit eindringlicher Intensität schildert Strømme eine tragische Liebesgeschichte, die das Herz berührt und die Seele weinen lässt. Es ist keine leichte Kost, doch wer sich auf die Reise einlässt, wird mehr als belohnt
[Rezension] Brittainy C. Cherry: Wie das Feuer zwischen uns
"Wie das Feuer zwischen uns" von Brittainy C. Cherry wird oft als emotionale Achterbahnfahrt bezeichnet. Ich stimme dieser Einschätzung zu, allerdings nicht ausschließlich positiv. Die Art, wie Tränen seitens der Autorin forciert werden, und die Schicksalsschläge aller auftretenden Personen sich häufen, hat mich beinahe mit einem Schleudertrauma zurückgelassen. Dadurch habe ich immer wieder den Kontakt zum Buch verloren.
Meine Leseliste für August 2017
Auch für den August habe ich wieder einen Stapel Bücher angehäuft, der gelesen und rezensiert werden will. Ich habe versucht, mich ein wenig zurückzuhalten, da das Lesepensum im Juli doch recht hart war. Aber lesen macht einfach so viel Spaß, nicht wahr? Jonas Winner: Murder Park, 13.06.2017 bei Heyne Zodiac Island vor der Ostküste der… Weiterlesen Meine Leseliste für August 2017
Neuerscheinungen im August 2017
Wie jeden Monat präsentiere ich euch heute die Neuerscheinungen im August, die ich am spannendsten finde. Ich habe diverse Verlagsprogramme durchgeschaut und eine schöne Mischung aus Romance, Spannung, Fantasy und anspruchsvoller Literatur zusammen gestellt. Natürlich ist dies nur ein Ausschnitt, also sagt mir, welche anderen Bücher muss man im August unbedingt lesen? Auf welche Neuerscheinungen… Weiterlesen Neuerscheinungen im August 2017
[Rezension] Benne Schröder: In der Liebe ist die Hölle los
Der romantische Fantasy-Roman "In der Liebe ist die Hölle los" von Benne Schröder erfüllt über weite Strecken alle Erwartungen. Der Plot und der Schreibstil sind so witzig, wie die Grundidee des Klappentextes vermuten lässt, und die verschiedenen Figuren sind manchmal grandios absurd. Trotzdem konnte ich persönlich nie eine echte Bindung zur Hauptperson Catalea aufbauen, auch wenn mir ihre Liebesgeschichte mit Timur gefallen hat.
[Rezension] Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann
Der Roman "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky lässt sich schwer in Worte fassen. Die außergewöhnliche Sprache, die gerade in ihrer Schlichtheit so intensiv wirkt, ermöglicht uns einen intimen Blick in das Leben einiger weniger Dorfmenschen, wie selbst das empathischste Erzählen, die größte Anhäufung von Adjektiven es nicht gekonnt hätte. Das Schicksal der Protagonistin Luise, ihrer Großmutter Selma und aller anderer Dorfbewohner wird schlagartig interessant, es ist unmöglich, der Erzählerin nicht zuzuhören, gerade weil alles in seiner Andersartigkeit doch so normal und authentisch wirkt.
[Rezension] Alan Dean Foster: Alien: Covenant
Der Science-Fiction-Horror "Alien: Covenant" von Alan Dean Foster ist eine spannende, manchmal sogar philosophische Reise durch die Anfänge des Alien-Universums. Mit einem faszinierenden Schreibstil, der auch über Logikprobleme hinweg hilft, gelingt es dem Autor, eine düstere, vor Spannung knisternde Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser von der ersten Seite an fesselt.
[Rezension] Mary Kubica: Don’t you cry -Falsche Tränen
Der Thriller "Don't you cry - Falsche Tränen" von Mary Kubica ist ein interessantes Buch, welches über die ersten 300 Seiten hinweg leider keinerlei Spannung aufbauen kann. Der gewählte Stil ist ungewöhnlich, viele Passagen erscheinen übermäßig gestreckt und erzeugen damit das Gefühl von Langatmigkeit und Langeweile, obwohl es sich ansonsten flüssig liest. Insgesamt geschieht erstaunlich wenig in diesem Buch.
[Rezension] Tania Carver: Du sollst nicht leben
Der Thriller "Du sollst nicht leben" von Tania Carver ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen richtigen Thriller schreibt. Die Figuren haben genug Tiefe, der Fall ist interessant und auch die Antagonisten werden auf eine Art beschrieben, dass sie anfangs furchteinflößend wirken. Die drei unterschiedlichen Handlungsstränge werden so geschickt präsentiert, dass man sich selten langweilt und nie verloren geht.