Der romantische Fantasy-Roman "In der Liebe ist die Hölle los" von Benne Schröder erfüllt über weite Strecken alle Erwartungen. Der Plot und der Schreibstil sind so witzig, wie die Grundidee des Klappentextes vermuten lässt, und die verschiedenen Figuren sind manchmal grandios absurd. Trotzdem konnte ich persönlich nie eine echte Bindung zur Hauptperson Catalea aufbauen, auch wenn mir ihre Liebesgeschichte mit Timur gefallen hat.
Kategorie: Rezensionen
[Rezension] Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann
Der Roman "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky lässt sich schwer in Worte fassen. Die außergewöhnliche Sprache, die gerade in ihrer Schlichtheit so intensiv wirkt, ermöglicht uns einen intimen Blick in das Leben einiger weniger Dorfmenschen, wie selbst das empathischste Erzählen, die größte Anhäufung von Adjektiven es nicht gekonnt hätte. Das Schicksal der Protagonistin Luise, ihrer Großmutter Selma und aller anderer Dorfbewohner wird schlagartig interessant, es ist unmöglich, der Erzählerin nicht zuzuhören, gerade weil alles in seiner Andersartigkeit doch so normal und authentisch wirkt.
[Rezension] Alan Dean Foster: Alien: Covenant
Der Science-Fiction-Horror "Alien: Covenant" von Alan Dean Foster ist eine spannende, manchmal sogar philosophische Reise durch die Anfänge des Alien-Universums. Mit einem faszinierenden Schreibstil, der auch über Logikprobleme hinweg hilft, gelingt es dem Autor, eine düstere, vor Spannung knisternde Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser von der ersten Seite an fesselt.
[Rezension] Mary Kubica: Don’t you cry -Falsche Tränen
Der Thriller "Don't you cry - Falsche Tränen" von Mary Kubica ist ein interessantes Buch, welches über die ersten 300 Seiten hinweg leider keinerlei Spannung aufbauen kann. Der gewählte Stil ist ungewöhnlich, viele Passagen erscheinen übermäßig gestreckt und erzeugen damit das Gefühl von Langatmigkeit und Langeweile, obwohl es sich ansonsten flüssig liest. Insgesamt geschieht erstaunlich wenig in diesem Buch.
[Rezension] Tania Carver: Du sollst nicht leben
Der Thriller "Du sollst nicht leben" von Tania Carver ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen richtigen Thriller schreibt. Die Figuren haben genug Tiefe, der Fall ist interessant und auch die Antagonisten werden auf eine Art beschrieben, dass sie anfangs furchteinflößend wirken. Die drei unterschiedlichen Handlungsstränge werden so geschickt präsentiert, dass man sich selten langweilt und nie verloren geht.
[Rezension] Cheryl Bradshaw: Die Heimsuchung von Grayson Manor
"Die Heimsuchung von Grayson Manor" von Cheryl Bradshaw ist der erste Band in der Addison-Lockhart-Mystery-Reihe. Es handelt sich dabei um einen Roman aus dem Bereich Horror, allerdings ist die Geschichte selbst nicht gruselig und nur mäßig spannend. ls Krimi mit übernatürlichen Elementen funktioniert das Buch durchaus, als Horror-Geschichte leider weniger.
[Rezension] Ethan Cross: Ich bin die Nacht
[Achtung: Rezension enthält Spoiler!] "Ich bin die Nacht" von Ethan Cross ist der Auftakt zur mehrteiligen Shepherd-Reihe, in deren Mittelpunkt der ehemalige Polizist Marcus Williams steht. Was als Thriller über einen wahnsinnigen Serienmörder angepriesen wird, ist in der Realität einer eine Intrige innerhalb der Polizei. Die Figuren sind flach, der Plot unglaubwürdig und alle Wendungen so abstrus, das für mich zu keinem Zeitpunkt Spannung aufgekommen ist.
[Rezension] Christina Kovac: Stadt der Intrigen
Der Thriller "Stadt der Intrigen" ist ein gelungenes Debüt von Christina Kovac. Die immer größer werdenden Kreise, welche die Intrige rund um das Verschwinden der Frau zieht, sind gekonnt inszeniert und bauen systematisch Spannung auf. Wir erhalten tiefe Einblicke in die Nachrichtenwelt und das politische System von Washington, wo anscheinend jeder seine ganz eigenen Motive hat. Leider bleibt die Hauptfigur Virginia Knightley bis zuletzt blass, so dass manche Entscheidungen und Entwicklungen nicht so nachvollziehbar und authentisch sind, wie sie sein sollten.
[Rezension] Torunn Siegler: Machtmenschen – Von Führern und Verführten
Der dystopische Roman "Machtmenschen - Von Führern und Verführten" von Torunn Siegler ist eine spannende, im Sinne von interessante Geschichte darüber, was geschehen würde, wenn der Nationalsozialismus bis heute überlebt hätte. Die fünf Einzelschicksale sind ausführlich, aber bis auf eine Ausnahme in meinen Augen nicht emotional fesselnd geschrieben.
[Rezension] Kendall Ryan: Filthy Beautiful Lust – Von ganzem Herzen
"Filthy Beautiful Lust - Von ganzem Herzen" von Kendall Ryan bietet prickelnde Erotik auf höchstem Niveau, aber nicht mehr. Die männliche Hauptfigur bleibt ein flaches Klischee, während die Frau lebensnah und warm erscheint. Die Hintergrundhandlung ist sogar für eine Geschichte wie diese zu dünn, als dass man sie hätte genießen können. Wer jedoch nach hervorragend geschriebenen Sexszenen sucht, ist hier definitiv richtig.